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Webradio Shootout für Apple Mac OS X

FStream gegen StreamRipperX

Heute treten die beiden Programm FStream und XStreamRipper gegeneinander an. Dabei geht es in diesem Test um die Eignung der Programme, WebRadio in Form von MP3-Streams aufzuzeichnen und wiederzugeben. Beide Programme laufen unter Mac OS X.

Fstream

FStream

FStream ist kostenlos und bietet in eine schicke, anpassbare Oberfläche. FStream nutzt Growl und lässt sich optional auf ein Menulet verkleinern. Stationsnamen und z.B. der Interpret können in englischer Sprachausgabe ausgegeben werden. FStream liegt in Französisch, Englisch und Japanisch vor.

Aufgenommen werden Stationen in insgesamt 5 Formaten darunter MP3, OGG und WMA. Gespeichert wird in 4 Formaten, darunter MP3 und WAV. Die notwendige Konvertierung führt FStream automatisch durch. Leider kann immer nur ein Stream aufgenommen werden. Eine Unterteilung des Streams in einzelne Dateien nimmt FStream nicht vor, so dass der Benutzer die fertige Datei manuell zerteilen muss.

FStream besitzt auch eine Vollbildoberfläche und bietet eine Integration per Applescript. Mac-Programmierer können FStream damit fernsteuern und Webradio abspielen oder aufzeichnen lassen. Sogar eine kostenlose iPhone-Version ist verfügbar.


Xstreamripper

XStreamRipper

Das nur 2mb große XStreamRipper ist ein so genannter Wrapper für ein anderes Programm (namens StreamRipperX...). Dieses hat keine eigene Benutzeroberfläche sondern wird quasi ferngesteuert. Ebenso schnell gestartet wie FStream bietet es innerhalb einer stark reduzierten Oberfläche alle nötigen Funktionen zum Aufzeichnen und Verwalten von Streams auf dem Mac. Selber zu Gehör bringen kann der XStreamRipper die Streams nicht. Er bietet aber einen so genannten Relay an, über den z. B.. iTunes zur Wiedergabe genutzt werden kann.

Der XStreamRipper speichert den eingehenden MP3-Stream in einzelne MP3-Dateien mit von der Station übermittelten ID3-Tags. Probleme gibt es nur, wenn im Bandnamen oder im Titel ein Bindestrich auftaucht. Das ist aber mit iTunes schnell korrigiert.

Ebenso schnörkellos wie die Oberfläche ist das Streamen an iTunes. Entweder ist es eingeschaltet oder nicht. Presets holt sich der XStreamRipper vom Shoutcast-Dienst. Das funktionierte im Test jedoch nicht, so dass Stationen mittels Drag'n'Drop aus iTunes oder dem Browserfenster eingestellt werden müssen. Eine manuelle Eingabe ist ebenfalls möglich.

Fazit

Beide Programme erfüllen ihren Zweck sehr gut. Der einfache Radiohörer, der Shoutcast-Radio oder Last.fm mit anhören will, das Programm aber nicht im Blick haben möchte, findet in FStream ein toll in Mac OS X integriertes Programm. Besonders das Menulet-Feature und die Ansage und Anzeige des gerade laufenden Songs gefällt. Eher eine Spielerei im Normalbetrieb ist die Fernsteuerung über AppleScript.

Der XStreamRipper hingegen richtet sich an Benutzer, die Radiostationen vorwiegend aufzeichnen wollen. Den Stream reicht XStreamRipper an iTunes weiter und speichert jeden Song einzeln auf Festplatte mit korrektem ID3-Tag - Super!

Links

Shoutcast-Directory: http://www.shoutcast.com/