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Time Machine am Mac nutzen

Wer Datensicherheit GROSS schreibt, kann ab Mac OS X Leopard auf das Programm Time Machine setzen. Einmal eingerichtet (frische Festplatte per USB anschließen, kurz warten und die Frage nach der Nutzung mit Time Machine zustimmen.) So sichert das Betriebssystem regelmäßig neue Dateien und nimmt so die Furcht vor Datenverlusten.

Kommt es nun zum Datenverlust, ist es leicht, einzelne Dateien wieder herzustellen. Mac OS X bietet eine wunderbar animierte Ansicht, in der auf einer Leiste der Zeitpunkt ausgewählt werden kann, als die Datei noch existierte oder funktionierte. Sehr einfach...

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Time Machine durchsuchen

Bei einer Neuinstallation des Betriebssystems wird von der Mac OS X Time Machine meist ein neues Backup-Archiv angelegt. In diesem Fall ist es schwieriger, auf die alten Daten zuzugreifen. Es geht aber trotzdem...

Zu diesem Zweck muss das Time Machine-Symbol dargestellt werden. Dies wird auf dem Reiter Time Machine in den Systemeinstellungen möglich. Auf dieses Symbol klickt man jetzt mit gedrückter ALT-Taste und wählt "Andere Time Machine-Volumes durchsuchen" aus. Im folgenden Dialogfenster lässt sich nun dieses Volumen auswählen und durchsuchen.

Taucht das Volumen nicht in der Liste auf, muss es vorher aktiviert werden.

Upgrades

Wer von Leopard auf Snow Leopard umsteigt, kann die Time Machine direkt dazu nutzen, das alte Betriebssystem vollständig zu übernehmen. Beim Start von der Installations-CD ist es möglich, die Benutzer aus dem Time Machine-Backup wieder herzustellen.

 

Vom iPod nach iTunes kopieren

Mit dem iPod oder iPhone können auch Programme gekauft werden. Wie aber bekommt man die Dinger in iTunes, um eine Sicherheitskopie zu machen?

Ipod_nach_itunes

iPod nach iTunes

Das ist recht simpel zu lösen. In iTunes erscheint der iPod bzw. das iPhone in der linken Leiste. Jetzt mit einem Rechtsklick auf den iPod das Kontextmenü öffnen. Dort steht nun Einkäufe übertragen. Ein beherzter Klick startet den Vorgang, so dass anschließend alle Programme, die auf dem iPod oder iPhone waren auch in iTunes vorhanden sind. Der Vorgang funktioniert natürlich nicht nur mit iPhone Apps, sondern auch mit im iTunes-Store gekauften Musikstücken und Videos.

Also: Einkaufe vom iPod nach iTunes übertragen leicht gemacht :)

Noch ein Tipp

Die Apps befinden sich im Benutzerordner unter Musik/Mobile Applications. Davon sollte immer eine Kopie auf einer externen Festplatte existieren. Zu beachten ist weiterhin, dass die Apps immer auf der internen Festplatte liegen, auch wenn sich der iTunes-Ordner auf einer andere Platte befindet.

 

Webradio Shootout für Apple Mac OS X

FStream gegen StreamRipperX

Heute treten die beiden Programm FStream und XStreamRipper gegeneinander an. Dabei geht es in diesem Test um die Eignung der Programme, WebRadio in Form von MP3-Streams aufzuzeichnen und wiederzugeben. Beide Programme laufen unter Mac OS X.

Fstream

FStream

FStream ist kostenlos und bietet in eine schicke, anpassbare Oberfläche. FStream nutzt Growl und lässt sich optional auf ein Menulet verkleinern. Stationsnamen und z.B. der Interpret können in englischer Sprachausgabe ausgegeben werden. FStream liegt in Französisch, Englisch und Japanisch vor.

Aufgenommen werden Stationen in insgesamt 5 Formaten darunter MP3, OGG und WMA. Gespeichert wird in 4 Formaten, darunter MP3 und WAV. Die notwendige Konvertierung führt FStream automatisch durch. Leider kann immer nur ein Stream aufgenommen werden. Eine Unterteilung des Streams in einzelne Dateien nimmt FStream nicht vor, so dass der Benutzer die fertige Datei manuell zerteilen muss.

FStream besitzt auch eine Vollbildoberfläche und bietet eine Integration per Applescript. Mac-Programmierer können FStream damit fernsteuern und Webradio abspielen oder aufzeichnen lassen. Sogar eine kostenlose iPhone-Version ist verfügbar.


Xstreamripper

XStreamRipper

Das nur 2mb große XStreamRipper ist ein so genannter Wrapper für ein anderes Programm (namens StreamRipperX...). Dieses hat keine eigene Benutzeroberfläche sondern wird quasi ferngesteuert. Ebenso schnell gestartet wie FStream bietet es innerhalb einer stark reduzierten Oberfläche alle nötigen Funktionen zum Aufzeichnen und Verwalten von Streams auf dem Mac. Selber zu Gehör bringen kann der XStreamRipper die Streams nicht. Er bietet aber einen so genannten Relay an, über den z. B.. iTunes zur Wiedergabe genutzt werden kann.

Der XStreamRipper speichert den eingehenden MP3-Stream in einzelne MP3-Dateien mit von der Station übermittelten ID3-Tags. Probleme gibt es nur, wenn im Bandnamen oder im Titel ein Bindestrich auftaucht. Das ist aber mit iTunes schnell korrigiert.

Ebenso schnörkellos wie die Oberfläche ist das Streamen an iTunes. Entweder ist es eingeschaltet oder nicht. Presets holt sich der XStreamRipper vom Shoutcast-Dienst. Das funktionierte im Test jedoch nicht, so dass Stationen mittels Drag'n'Drop aus iTunes oder dem Browserfenster eingestellt werden müssen. Eine manuelle Eingabe ist ebenfalls möglich.

Fazit

Beide Programme erfüllen ihren Zweck sehr gut. Der einfache Radiohörer, der Shoutcast-Radio oder Last.fm mit anhören will, das Programm aber nicht im Blick haben möchte, findet in FStream ein toll in Mac OS X integriertes Programm. Besonders das Menulet-Feature und die Ansage und Anzeige des gerade laufenden Songs gefällt. Eher eine Spielerei im Normalbetrieb ist die Fernsteuerung über AppleScript.

Der XStreamRipper hingegen richtet sich an Benutzer, die Radiostationen vorwiegend aufzeichnen wollen. Den Stream reicht XStreamRipper an iTunes weiter und speichert jeden Song einzeln auf Festplatte mit korrektem ID3-Tag - Super!

Links

Shoutcast-Directory: http://www.shoutcast.com/

Virtualbox auf dem Mac nutzen

VirtualBox simuliert einen Computer im Computer. Damit kann z.B. Windows auf dem Mac genutzt werden, ohne neu starten zu müssen.

 

Virtualbox

VirtualBox und Gastsysteme

Wer oft mit wechselnden Betriebssystem arbeitet oder arbeiten muss, muss öfter den Computer neu starten. Mal eben schnell etwas auf dem anderen Betriebssystem erledigen fällt dann schwer.

Zu diesem Zwecke bietet sich die Open-Source-Version von VirtualBox an. Eine alte Windows XP-Lizenz mit gültigem Key, das CD-Image der Originalversion und ab geht's… Mit VirtualBox erstellt man eine neue virtuelle Maschine für Windows XP. Mindestens 1GB Hauptspeicher sollten sein, die Festplatte kann ruhig 10GB umfassen. Das zuvor erstellte CD-Image wird eingebunden.

Nach der Installation kann Windows sogar im Vollbildmodus ohne Desktop betrieben werden. Dann werden nur noch die Windows-Fenster und die Taskbar angezeigt.

Mit Ubuntu sieht das Bild ähnlich aus. Die aktuellste Version lässt sich vom zuvor heruntergeladenem Image in kurzer Zeit installieren. Hier sollten es 1,5 bis 2GB Speicher und 20GB Festplattenplatz sein.

Mindestens seit Version 3.2 ist auch Mac OS X virtualisierbar. Zu beachten ist dabei lediglich, dass aktuell nur die Server-Variante virtualisiert werden darf. Die Installation ist etwas zäher als die von Windows XP, das laufende System ist aber erfreulich performant.

Notwendige Einrichtungen

Zwingend notwendig ist die Installation der Gasterweiterungen. Unter Windows wird damit die Integration perfekt, Ubuntu zeigt noch kleinere Fehler bei der Vollbilddarstellung. Über das Menü von VirtualBox eingebundene Ordner müssen unter Ubuntu noch in das Dateisystem gehangen werden. Das beschreibe ich in einem anderen Artikel.

Fazit

Windows: Einfacher geht's fast nicht mehr. Die Performance ist gut, die Integration beinahe perfekt. Auf freigegebene Ordner - sofern diese nicht auf einem USB-Stick liegen - kann sehr schnell zugegriffen werden. Bild und Ton reichen für den Nicht-Spieler vollkommen aus, sogar Medal Of Honour 2 läuft ausreichend schnell. Das Netzwerk funktioniert sehr gut. Einzig die Eingabe des @-Zeichen funktioniert nicht… Wer es wie früher in Windows mit ALT-GR-Q auf den Schirm bringen wollte, bekommt jetzt den Dialog zum Beenden angezeigt. Aktuell kopiere ich im Mac OS X einen Klammeraffen in die Zwischenablage und füge das Zeichen in der Windows-Anwendung aus der Zwischenablage wieder ein. Alternativ hilft das Windows-Programm 'Bildschirmtastatur'

Ubuntu: Auch das lässt sich kaum mehr verbessern. Die Auflösung des Desktop passt sich leider nicht vollständig an das Fenster an, so dass immer ein Rand offen bleibt. Aber auch mit Ubuntu heisst es: keine Probleme bei Standardapplikationen.

Da VirtualBox einen vollständigen Computer mit definierter Hardware virtualisiert bzw. simuliert, läuft natürlich auch nicht jede Software. Im schlimmsten Falle melden Treiber oder Programm, dass eine bestimmte Hardware nicht gefunden werden konnte.

VirtualBox läuft stabil und schnell. Es ist eine gute Alternative zu Parallels Desktop für den Mac, wenn dieses auch etwas polierter daher kommt. Für den Hausgebrauch und Nichtspieler ist VirtualBox sehr empfehlenswert, wenn Windows nur ab und zu benötigt wird.

Konkurrenz

Neben VirtualBox gibt es noch verschiedene andere Systeme. Weit fortgeschritten sind QEMU (in der Mac-OS-X-Inkarnation Q) und Parallels Desktop, das sogar für virtualisierte und parallelisierte Server verwendet wird.

Links