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Virtualbox auf dem Mac nutzen

VirtualBox simuliert einen Computer im Computer. Damit kann z.B. Windows auf dem Mac genutzt werden, ohne neu starten zu müssen.

 

Virtualbox

VirtualBox und Gastsysteme

Wer oft mit wechselnden Betriebssystem arbeitet oder arbeiten muss, muss öfter den Computer neu starten. Mal eben schnell etwas auf dem anderen Betriebssystem erledigen fällt dann schwer.

Zu diesem Zwecke bietet sich die Open-Source-Version von VirtualBox an. Eine alte Windows XP-Lizenz mit gültigem Key, das CD-Image der Originalversion und ab geht's… Mit VirtualBox erstellt man eine neue virtuelle Maschine für Windows XP. Mindestens 1GB Hauptspeicher sollten sein, die Festplatte kann ruhig 10GB umfassen. Das zuvor erstellte CD-Image wird eingebunden.

Nach der Installation kann Windows sogar im Vollbildmodus ohne Desktop betrieben werden. Dann werden nur noch die Windows-Fenster und die Taskbar angezeigt.

Mit Ubuntu sieht das Bild ähnlich aus. Die aktuellste Version lässt sich vom zuvor heruntergeladenem Image in kurzer Zeit installieren. Hier sollten es 1,5 bis 2GB Speicher und 20GB Festplattenplatz sein.

Mindestens seit Version 3.2 ist auch Mac OS X virtualisierbar. Zu beachten ist dabei lediglich, dass aktuell nur die Server-Variante virtualisiert werden darf. Die Installation ist etwas zäher als die von Windows XP, das laufende System ist aber erfreulich performant.

Notwendige Einrichtungen

Zwingend notwendig ist die Installation der Gasterweiterungen. Unter Windows wird damit die Integration perfekt, Ubuntu zeigt noch kleinere Fehler bei der Vollbilddarstellung. Über das Menü von VirtualBox eingebundene Ordner müssen unter Ubuntu noch in das Dateisystem gehangen werden. Das beschreibe ich in einem anderen Artikel.

Fazit

Windows: Einfacher geht's fast nicht mehr. Die Performance ist gut, die Integration beinahe perfekt. Auf freigegebene Ordner - sofern diese nicht auf einem USB-Stick liegen - kann sehr schnell zugegriffen werden. Bild und Ton reichen für den Nicht-Spieler vollkommen aus, sogar Medal Of Honour 2 läuft ausreichend schnell. Das Netzwerk funktioniert sehr gut. Einzig die Eingabe des @-Zeichen funktioniert nicht… Wer es wie früher in Windows mit ALT-GR-Q auf den Schirm bringen wollte, bekommt jetzt den Dialog zum Beenden angezeigt. Aktuell kopiere ich im Mac OS X einen Klammeraffen in die Zwischenablage und füge das Zeichen in der Windows-Anwendung aus der Zwischenablage wieder ein. Alternativ hilft das Windows-Programm 'Bildschirmtastatur'

Ubuntu: Auch das lässt sich kaum mehr verbessern. Die Auflösung des Desktop passt sich leider nicht vollständig an das Fenster an, so dass immer ein Rand offen bleibt. Aber auch mit Ubuntu heisst es: keine Probleme bei Standardapplikationen.

Da VirtualBox einen vollständigen Computer mit definierter Hardware virtualisiert bzw. simuliert, läuft natürlich auch nicht jede Software. Im schlimmsten Falle melden Treiber oder Programm, dass eine bestimmte Hardware nicht gefunden werden konnte.

VirtualBox läuft stabil und schnell. Es ist eine gute Alternative zu Parallels Desktop für den Mac, wenn dieses auch etwas polierter daher kommt. Für den Hausgebrauch und Nichtspieler ist VirtualBox sehr empfehlenswert, wenn Windows nur ab und zu benötigt wird.

Konkurrenz

Neben VirtualBox gibt es noch verschiedene andere Systeme. Weit fortgeschritten sind QEMU (in der Mac-OS-X-Inkarnation Q) und Parallels Desktop, das sogar für virtualisierte und parallelisierte Server verwendet wird.

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